Berlin    -    München    -    Potsdam

Durch unser qualifiziertes Personal bieten wir Ihnen Beratung und Anlieferung im
gesamten deutschsprachigen Raum.

Wie sieht ein ergonomisch korrekter Arbeitsplatz aus?

Das Ziel der Ergonomie ist es, die Bedingungen des Arbeitsumfelds an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen und nicht umgekehrt. Wenn dieses Ziel tatsächlich erreicht wird hilft dies sehr vielen berufsbedingten gesundheitlichen Beschwerden vorzubeugen. Zuallererst ist das natürlich das Optimum was sich ein Mitarbeiter von seinem Arbeitsplatz bzw. von seinem Arbeitgeber erwarten kann, was dann natürlich beim Erreichen dieses Ziels die Zufriedenheit des jeweiligen Mitarbeiters mit seiner Arbeit deutlich erhöhen sollte. Auch wenn die entsprechenden Maßnahmen ein nicht ganz unerhebliches Investitionsvolumen erforderlich machen ist das dennoch auch das Optimum für den Arbeitgeber. Denn zufriedene Mitarbeiter arbeiten sehr viel engagierter und effizienter wodurch dann die Produktivität im ganzen Unternehmen zunimmt. Die Ergonomie-Planung befasst sich entsprechend eingehend mit allen Themen die die Qualität der Arbeitsumgebung und deren entsprechende Auswirkungen auf die physiologische und die psychische Situation der Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz positiv beeinflussen kann.

Aufgrund der geschilderten Fakten stellen sich natürlich viele Führungskräfte die Frage wie sie diese ergonomischen Herausforderungen am besten meistern können. Außerdem gilt es ja den Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung bzw. des Arbeitsschutzgesetzes, die durch das Gewerbeaufsichtsamt stichprobenartig in den Betrieben kontrolliert werden, gerecht zu werden. Arbeitnehmer, die ihre Tätigkeit überwiegend in einer statischen Körperhaltung ausüben, egal ob vorwiegend im Sitzen wie im Büro oder im Stehen wie z.B. am Fließband, klagen immer wieder über Rücken- und Nackenbeschwerden. Nicht von ungefähr werden allein die Kosten für Rückenprobleme auf 20 bis 40 Milliarden Euro allein in Deutschland geschätzt, abhängig davon welche Folgekosten man einrechnet. Berufsbedingt Probleme mit dem Rücken sind zwar wohl die am häufigsten auftretenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt, aber es gibt noch sehr viele andere gesundheitliche Problembereiche die zu großen Teilen auch mit Hilfe einer fundierten Ergonomie-Planung nachhaltig verbessert werden können.

Ergonomie-Planung

Wer an seinem Arbeitsplatz einer sitzenden Tätigkeit nachgeht oder sonstigen einseitigen Belastungen ausgesetzt ist sollte sich daher die Zeit nehmen und sich mit seinem Arbeitsplatz und dem Arbeitsumfeld auseinandersetzen, und dies am besten mit fachlicher Unterstützung eines Ergonomie-Experten. Denn es gibt praktisch im kompletten Arbeitsumfeld, bei allen Arbeitsmitteln und sämtlichen Einrichtungsgegenständen aus ergonomischer Sicht Ansatzpunkte die es zu berücksichtigen gilt.

Bei einem Bürostuhl ist beispielsweise zu beachten dass er eine höhenverstellbare Rückenlehne hat. Die Lendenwirbelsäule sollte bequem an der Lehne anliegen, um Nackenschmerzen und Rückenbeschwerden vorzubeugen. Außerdem sollte der Stuhl über eine einstellbare Sitzfläche verfügen, damit Unterschenkel und Oberschenkel etwa rechtwinklig zueinander liegen. Die Stuhlkanten sollten abgerundet sein und nicht gegen die Beine drücken. Desweiteren muss der Bürostuhl standsicher auf fünf bremsbaren Rollen stehen und vor allem bei langem Sitzen ist es wichtig, dass die Bezugsmaterialien atmungsaktiv sind.

Für die Höhe der Arbeitsfläche gilt die sogenannte "Ellbogenregel": Die Arme sollten locker herunter hängen, die Unterarme horizontal gestellt; die untere Ellbogenseite gilt hier als Bezugshöhe. So ist beim Arbeiten mit der Tastatur die Tischoberkante auf selber Höhe wie der Ellbogen-Bezugspunkt, bei der Arbeit mit Werkzeugen oder Werkstücken ist die Tischoberkante tiefer als der Bezugspunkt. Arbeitet man überwiegend mit abgestützten Armen, so ist die Tischoberkante höher als der Ellbogen-Bezugspunkt.

Die Füße benötigen unter der Arbeitsfläche ausreichend Freiraum und sollten im Sitzen auf dem Fußboden aufliegen. Falls das nicht möglich ist, ist eine Fußstütze am Bürostuhl empfehlenswert.

Auch DIN-Normen befassen sich mit allen wichtigen Fakten rund um die ergonomische Arbeitsplatzausstattung. Entsprechend bieten auch die DIN Normen DIN EN ISO 9241 bzw. DIN EN ISO 10075 Hilfestellung im Hinblick auf die ergonomische Gestaltung.

Als Fazit lässt sich sagen dass die Ergonomie-Planung vielfach unterschätzt wird. Es ist deshalb dringend anzuraten einen qualifizierten Fachexperten für diese Planungen hinzuzuziehen. Alternativ oder parallel kann es für viele Unternehmen durchaus sinnvoll sein einen für die Ausgestaltung des Arbeitsumfelds und für die Arbeitsräume zuständigen Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen durch die Teilnahme an entsprechenden Ergonomie-Seminaren fachlich qualifizieren zu lassen. Natürlich gilt das nicht nur für das Büro sondern auch für das Arbeitsumfeld und die Arbeitsmittel bzw. die Einrichtungsgegenstände im gewerblichen Bereich.

Für eine Unterstützung bei Ihrer Ergonomie-Planung oder für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.