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Berufsbedingte Krankheiten und deren Folgekosten sowie der Arbeitsschutz

Rund ein Drittel aller Arbeitnehmer in sogenannten Verwaltungsberufen leiden unter Rückenschmerzen. Jeder Zweite klagt über Nacken- und Kopfschmerzen. Das sind die Zahlen, die sich im Rahmen einer Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)ergeben haben. Diese Zahlen betreffen aber nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber, denn häufig damit verbunden sind Ausfallzeiten für Arztbesuche oder Krankheitstage. Wie hoch der wirtschaftliche Schaden durch falsch eingerichtete Arbeitsplätze in Deutschland ist, ist nur schwer messbar, aber man geht allein bei den durch Rückenschmerzen verursachten Kosten in Deutschland schon von rund 20 bis 25 Milliarden aus.

Ergonomie und Arbeitsstättenverordnung

Es liegt in der Pflicht jedes Unternehmens und somit einer jeden Führungskraft, arbeitsbedingte Erkrankungen und Arbeitsunfälle zu vermeiden sowie eine menschengerechte Arbeitsplatzgestaltung einzurichten (§3 Arbeitsschutzgesetz). Die Arbeitsstättenverordnung mit ihren zahlreichen Arbeitsstätten-Regeln (kurz ASR) konkretisiert diese pauschalen Anforderungen in vielen Punkten detailliert. Unter einem ergonomischen Arbeitsplatz versteht man zum Beispiel das Zusammenspiel zwischen der Beleuchtung, dem Klima, dem Schutz vor Lärm und Schwingungen, nichtionisierender Strahlung oder auch dem Nichtraucherschutz. Richtet ein Arbeitgeber einen Arbeitsplatz ein, so hat er diese Faktoren entsprechend den vorhandenen Vorgaben aus dem Regelwerk zu berücksichtigen. Dies gilt auch für die Auswahl und Anordnung der Arbeitsmittel, so müssen zum Beispiel der Schreibtisch und der Bürostuhl entsprechend auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer ausgerichtet sein. Gleiches gilt auch für eine eventuelle technische Ausstattung mit Computern, wo nach der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) eine Mindestausstattung sowie Mindestabmessungen hinsichtlich der Aufstellung und Ausrichtung beachtet werden müssen.

Arbeitsschutz als Daueraufgabe

Mit der Einrichtung eines Arbeitsplatzes ist die Pflicht des Arbeitgebers nicht beendet. Denn zu seiner Pflicht gehört auch die regelmäßige Prüfung und Kontrolle, ob der vorhandene Arbeitsplatz noch den gestellten Anforderungen aus der Arbeitsstättenverordnung entspricht. Kann ein Arbeitgeber diese Pflicht mangels Fachwissen oder Interesse nicht wahrnehmen, so ist dies keine Entschuldigung für eventuelle Versäumnisse zulasten seiner Arbeitnehmer. In diesem Fall hat er entweder entsprechende Mitarbeiter im Sinne des Arbeitsschutzes (z.B. als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit) auszubilden und zu bestellen oder auf externe Arbeitsschutzdienste zurückzugreifen. Entsprechend macht es durchaus Sinn sich mit Hilfe einer qualifizierten Ergonomie-Beratung oder/und eines Ergonomie-Seminars zusätzliches Know-How ins Haus zu holen.