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Zwei Ursachen für Lärm bzw. Nachhall

Schall umgibt uns täglich. Was jedoch viele Menschen nicht direkt und bewusst wahrnehmen, das ist der störende Einfluss des Schalls im Alltag. Dass nicht nur starker Lärm sondern überhaupt ein gewisser latenter Schallpegel Auswirkungen auf uns Menschen und unsere Gesundheit haben ist schon seit einiger Zeit wissenschaftlich belegt. Auch wenn wir diese unterschwelligen Geräusche erst einmal gar nicht als Belastung wahrnehmen, können sie doch auf Dauer sehr negative gesundheitliche Einflüsse haben. Diese können sowohl unsere Psyche belasten wie auch zu Leistungseinbußen führen da sie eine verminderte Konzentrationsfähigkeit nach sich ziehen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen dass das Problem zwei Ursachen hat die man beide gezielt angehen kann und muss.

Die eine Ursache ist logischerweise die Schallquelle als solche wie z.B. die menschliche Stimme oder sonstige Schallquellen wie Maschinen oder Lärm aus der Umwelt. Die zweite Ursache ist der sogenannte Nachhall der entsteht wenn in einem Raum mit vielen schallharten Flächen der Schall immer wieder im Raum reflektiert wird. Da ein komplettes Unterbinden der Entstehung von Schall praktisch nicht umsetzbar ist muss man sich darauf konzentrieren die Schallquellen möglichst aus dem Raum zu verbannen bzw. den Lärmpegel der Schallquellen zu reduzieren und zum zweiten vor allem diesen Nachhall möglichst klein zu halten indem man die Verweildauer des Schalls im Raum (die sogenannte Nachhallzeit) durch eine möglichst schalldämpfende Gestaltung der Räumlichkeiten optimiert.

Schallquellen im Büro und in der Produktion

Um gezielt dafür eine Problemlösung erarbeiten zu können oder schon im Vorfeld solche akustischen Probleme gar nicht aufkommen zu lassen ist es wichtig eine entsprechende Analyse durchzuführen was denn die wichtigsten Schallquellen sind oder sein werden.

Im Büro ist die Hauptschallquelle fast immer die menschliche Stimme, bedingt durch die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander oder durch Telefonate. Im Produktionsbereich sieht das natürlich in vielen Fällen sehr viel anders aus. Da sind zwar die Menschen auch eine nicht zu unterschätzende Schallquelle, aber die Hauptursache für Schall sind dort im Normalfall die Maschinen.

Wenn nun die Hauptschallquellen ermittelt sind geht es zum einen darum dafür zu sorgen dass diese zukünftig möglichst wenig Schall freisetzen und zum zweiten der freigesetzte Schall kaum Entfaltungsmöglichkeiten im Raum durch schallharte Materialien findet. Bei der Schallvermeidung bieten sich im Büro vor allem organisatorische Maßnahmen (z.B. die Einrichtung von eigenen Räumen für intensive Telefonate oder von Räumen für ausschließlich konzentriertes Arbeiten) und technische Maßnahmen (z.B. Headsets damit die Mitarbeiter nicht so laut sprechen müssen beim Telefonieren, etc.) an. Wenn es im Produktionsbereich um die Schallvermeidung von Maschinen geht ist es zum einen wichtig schon beim Kauf der Maschinen auf deren Schallemissionen zu achten und zum zweiten die Maschinen möglichst schalldicht zu umbauen.

Absorber und Raumakustik

Um den „restlichen“ Schall, der nicht vermieden werden kann, keine Chance zu geben sich im Raum ungehindert und dauerhaft zu verbreiten ist die wichtigste Maßnahme die Räume insgesamt und gerade im Bereich der Schallquellen mit guten und auf die Schallquelle abgestimmten Absorbern zu versehen.

Da im Zusammenhang mit dem Schallschutz die beiden Begriffe Schalldämmung und Schallabsorption immer wieder missverstanden werden ist es sehr wichtig die Unterschiede zwischen einer Geräuschdämmung und einem Absorber zu kennen. Eine Schalldämmung isoliert einen Raum im Hinblick auf Lärm und vermeidet dass Geräusche diesen verlassen können. Innerhalb eines gut schallisolierten Raumes kann es aber trotzdem zu massiven akustischen Problemen wegen dem Nachhall kommen. Umgekehrt helfen Absorber lediglich die Reflexion von Schallwellen, wie dies z.B. bei großen, leeren Räumen mit schallharten Wänden der Fall ist, zu vermeiden. Ein guter Absorber ist aber in sehr vielen Fällen nicht für eine gute Schalldämmung geeignet. Deshalb ist es immer wichtig zunächst die akustischen Ziele zu definieren die man mit einer akustischen Maßnahme erreichen will oder muss.

Absorber mit diversen Formen und aus den verschiedenen Materialien

Absorber gibt es aus den verschiedensten Materialien und natürlich auch in den verschiedensten Formen wie z.B. als Würfel, als Kegel, als Zylinder, als Totem, usw..

Bei einigen besteht der erhebliche Nachteil, dass sie den Schall zwar absorbieren, das Licht jedoch auch. Auf diese Art können Räume oder Teile davon verdunkelt werden. Es entsteht dann der Eindruck, als wären nur sinn- und lieblos Trennwände im Raum verteilt worden.

Moderne Absorber aus Kunstglas

Eine alternative Lösung stellen hier moderne Absorber aus einer Plexiglas-Mischung dar. Auftreffender Schall wird hierbei durch eine sehr feine Perforierung weitestgehend neutralisiert und dessen Energie als Wärmeenergie abgeleitet. Diese Art der Absorber sind lichtdurchlässig und somit optisch nicht so störend, wie dies andere Materialien wären. Außerdem lassen sie sich schon mit wenig Aufwand werksseitig verformen, sodass man auch mit Formen spielen kann, diese Absorber also aktiv als Deko- und Gestaltungselement der Räume verwenden kann. So gehen die Schallregulierung und die freundliche Gestaltung der Inneneinrichtung eines Raumes teilweise miteinander einher. Der Nachteil dabei ist jedoch dass sie im Vergleich zu den herkömmlichen Absorber-Materialien sehr viel teurerer sind. Eine intelligente Akustik-Planung wird all die formtechnischen, design-orientierten, akustischen und auch finanziellen Anforderungen in optimaler Form abwägen und zu einem stimmigen akustischen Gesamtkonzept formen.