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Raum-Akustik für Kindertagesstätte und Kindergarten

Kinder schützen vor Lärm
Die Kindereinrichtung ist ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung des Kindes, da diese Erziehungs- und Bildungsmöglichkeiten bietet, welche in unserer heutigen Zeit innerhalb der Familie nicht immer bzw. nicht vollumfänglich gegeben sind. In unterschiedlich großen Gruppen werden soziale Werte vermittelt und das Kind behutsam auf die Schulzeit vorbereitet. Im Vordergrund steht dabei das spielerische Lernen: durch den Kontakt mit anderen Kindern während des Spielens wird die soziale Kompetenz geschult. Um jedoch die Entwicklung der Kinder dort auch gezielt fördern zu können ist auch eine sehr positive Atmosphäre der Räumlichkeiten sowohl in visueller wie auch in akustischer Hinsicht sehr wichtig. Entsprechend gilt es bei der Ausstattung der Räume nicht nur das Design und die Ergonomie sondern sehr gezielt auch das Thema Akustik zu beachten.

Die Akustik als Lern- und Stressfaktor

Ein Schwerpunkt in der Kindesentwicklung ist die Sprache. Ein Baby beginnt schon sehr früh seine Stimme gezielter einzusetzen, indem es versucht gehörte Laute nachzuahmen. Schwieriger ist dies aber in einer
ruhiges Spielen in Kindertagesstätten
Umgebung mit schlechter Raum-Akustik: das noch ungeschulte Gehör hat aufgrund eines gewissen Hintergrundlärms Probleme Laute richtig wahrzunehmen und die Information herauszufiltern. Durch Lärm kann die sprachliche Entwicklung gestört werden, was sich später auch auf das Lesen und Schreiben auswirken kann. Aber nicht nur die Kinder haben unter einer schlechten Raum-Akustik zu leiden, auch die Erzieher und Erzieherinnen werden von dem Lärm belastet. Kinder lachen und weinen, sie streiten und diskutieren. Dazu kommt noch der Lärm der Umgebung: Holzklötze, die aufeinander schlagen, elektronisches Spielzeug und Kindermusik im Hintergrund. Eine schlechte Raum-Akustik sorgt für lange Nachhallzeiten, indem die Schallwellen von glatten Wänden und Decken reflektiert und das Geräusch somit verstärkt wird. Dies hat zur Folge, dass betroffene Personen automatisch die Stimme heben, um sich besser verständlich zu machen, wodurch wiederum der Hintergrundlärm für andere Personen erhöht wird. Der Geräuschpegel in einer Kindereinrichtung liegt im Durchschnitt zwischen 65 und 75 db(A), kann aber auch kurzzeitig Spitzenwerte von bis zu 105 db(A) erreichen und kann so Gehörschädigungen hervorrufen. Wichtig in solchen Unterrichtsräumen ist also insbesondere die Verständlichkeit der gesprochenen Worte was bedeutet dass eine kurze Nachhallzeit angestrebt werden muss. Entsprechend sollte die Nachhallzeit in einem voll besetzten Raum mit einem Raumvolumen von z.B. 250 m² bei rund 0,6 s liegen, entsprechend geht man von einem Frequenzbereich von 500 Hz bis 1000 Hz aus. Da im Kindergarten auch sehr gerne musiziert wird sollte der dafür genutzte Raum längere Nachhallzeiten von bis zu 1 bis 1,5 s aufweisen und dies möglichst im mittleren Frequenzbereich. Wichtig bei der Raumakustikplanung ist also dass die Nachhallzeit weder zu kurz noch zu lang ist und dass eine gesunde Mischung von Mittelton- und Tieftonabsorbern verwendet werden.

Die Raum-Akustik verbessern

Eine nachträgliche Verbesserung der Akustik in den Räumlichkeiten ist meist schwieriger und kostenintensiver, daher ist eine durchdachte akustische Planung vor Baubeginn oder vor dem Umbau ein absolutes Muss. Beim Bau vieler älterer Gebäude wurde das Thema Akustik fast nicht bedacht, deshalb ist im Bestand zuallererst eine umfangreiche Fehlersuche − am besten mit einem Spezialisten − von Nöten. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Beschaffenheit von Boden, Decken und Wänden. Eine glatte Oberfläche reflektiert Schallwellen sehr gut, während Teppiche oder Vorhänge etc. diese absorbiert. Die Größe eines Raumes kann mit akustischen Raumteilern reguliert und Schall somit unterbrochen werden. Schränke und Regale können einen Resonanzraum bilden und dadurch wie eine Trommel Geräusche verstärken, Möbel mit Schallabsorptionsfunktion hingegen können Abhilfe schaffen. Und natürlich bieten diverse andere akustische Produkte wie Wandabsorber, Deckenabsorber, Akustik-Kegel, Akustik-Quader, Akustik-Würfel oder sonstige akustische Objekte, die alle auch im Nachhinein problemlos installierbar sind, eine einfache und effiziente Möglichkeit die Räumlichkeiten in Sachen Schallabsorption massiv zu verbessern. Heute lassen sich diese diversen schallabsorbierenden Produkte sehr individuell gestalten bzw. bedrucken so dass auch kindgerechte Bilder oder Stoffbezüge in den unterschiedlichsten Farben keinen großen Mehraufwand darstellen.