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Raum-Akustik für Schule und Klassenzimmer

Schülerin vor der Schreibtafel
Eine gute Akustik im Klassenzimmer ist wichtig für eine ungestörte Konzentration und eine funktionierende Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden während des Unterrichts. Allerdings sind die Schulräume, wie fast alle Gebäude heutzutage, meistens aus Beton, Stahl und Glas und anderen weitestgehend schallharten Materialien gebaut die allesamt zu akustischen Problemen führen. Der Grund dafür ist dass schallharte Materialien das gesprochene Wort oder Geräusche stark reflektieren und dadurch zu einem mehr oder weniger starken Nachhall führen der die weitere Kommunikation zunehmend überlagert und entsprechend erschwert. Dies führt beim Frontalunterricht unweigerlich dazu dass die Verständnisprobleme zunehmen und die Konzentration abnimmt. Bei Gruppenarbeiten oder Diskussionsrunden kann sich durch den Nachhall der Lärmpegel immer weiter bis zur Unerträglichkeit erhöhen, da man sich automatisch gegenseitig, bzw. den jeweiligen Widerhall, übertönen möchte. Leider verschlimmert sich so das Problem nur noch mehr. Um nun den Widerhall und dessen Konsequenzen so gering wie möglich zu halten, kann man die Raumakustik sowohl von vornherein aber auch nachträglich optimieren und entsprechend den Nachhall entscheidend senken. Zu beachten ist jedoch dass die Nachhallzeit dann nicht zu kurz wird weil auch dies zu einer unangenehmen Raumakustik führt.

In dem erfreulichen Fall dass schon beim Neubau oder beim Umbau der Schulräume das Thema Akustik mit berücksichtigt wird setzt man meistens schallabsorbierende Decken oder Wände ein die den Schall aufnehmen, anstatt ihn wie z.B. bei Betonwänden zu reflektieren. In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden dass eine gute Schallabsorption lediglich die Nachhallzeit des Schalls senkt aber nicht für eine gute Schalldämmung sorgt.

Wand- und Deckenverkleidungen für die nachträgliche Schallabsorption

Eine Möglichkeit die Akustik im Klassenzimmer nachträglich zu verbessern ist das Einsetzen von schallabsorbierenden Zwischendecken oder Wandverkleidungen. Diese zeichnen sich durch eine Dämmstoff-
Lehrer während des Unterrichts
oder Schaumstoffschicht aus, die von einer gelochten Platte oder einem durchlässigem Stoff verdeckt wird. Letztere Materialen werden aus optischen Gründen verwendet, denn der eigentliche Knackpunkt der Konstruktion ist das absorbierende Material, welches die ursprüngliche, akustisch "harte" Decke oder Wand ersetzt bzw. überdeckt. Je nach Verwendungszeck des Raumes können die Veränderungen geringer oder umfangreicher ausfallen. Bei einem "normalen" Klassenzimmer kann in vielen Fällen schon durch eine einfache schallabsorbierende Decke und eine teilweise Verkleidung der der Tafelseite gegenüberliegenden Wand viel erreicht werden. Zu berücksichtigen dabei ist dass für eine optimale Nachhallzeit im Normalfall nur Teile der Unterdecke aus absorbierendem Materialien sein dürfen. Bei der üblichen Größe der Klassenräume sollte sich die Nachhallzeit so grob um die 6 s einpendeln da man hier von einem Frequenzbereich von 500 Hz bis 1000 Hz. ausgeht. Für Musikunterrichtsräume ist eine etwas längere Nachhallzeit anzuraten obwohl bei deren akustischen Gestaltung konträre Aspekte zu berücksichtigen sind. Denn zum einen möchte man dort Klangbedingungen ähnlich wie in einem Konzertsaal was lange Nachhallzeiten erforderlich macht und entsprechen zusätzliche Absorptionsflächen. Aber gleichzeitig sollen im Musikraum auch minimale Klangnuancen unterschieden werden können was jedoch kürzere Nachhallzeiten erforderlich macht.

Akustische Elemente auch zur visuellen Gestaltung

Ist es auf Grund der Beschaffenheit des Raumes unmöglich nachträglich die Raumstruktur zu ändern oder möchte man die Architektur aus ästhetischen Gesichtspunkten erhalten, können auch sogenannte akustische Objekte bzw. Elemente eingesetzt werden. Diese werden entweder einfach nur im Raum aufgestellt oder sind ohne übermäßig großen handwerklichen Aufwand recht einfach an der Wand oder an der Decke zu befestigen. Verfügbar sind sie in verschiedenen Formen wie z.B. als Würfel, Quader, Kegel, Zylinder Paneele oder als Totem. Viele der Akustikobjekte stehen in den verschiedensten Farben zur Verfügung und können sogar relativ individuell bedruckt werden. Ein weiteres Design-Instrument sind akustische Bilder deren akustische Wirksamkeit zwar nicht so hoch ist wie von reinen Schallabsorbern die aber trotzdem eine gute Ergänzung darstellen. Last not least sind für Schulen gerade im Bereich der akustischen Gestaltung der Aula oder für die Mensa zur Raumgliederung Stellwände mit Akustikfunktion ein probates Mittel.