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Raum-Akustik in der Produktion

Mann mit Gehörschutz und einer Flex
Die Arbeitsplätze in Verwaltung und Produktion haben sich im Laufe der Jahre erheblich verändert. Die Informationstechnik wird immer wichtiger und die Arbeitsprozesse immer komplexer und dies nicht nur im Büro sondern immer stärker auch in der Produktion.
Das führt dazu dass die Anforderungen an die Mitarbeiter in allen Bereichen der Unternehmen permanent steigen und entsprechend immer hoch konzentriertes Arbeiten erforderlich wird auch und gerade in der Produktion. Deshalb wird das Thema Akustik nicht mehr nur im Büro als wesentlicher Erfolgsfaktor betrachtet sondern auch immer mehr in den Werkhallen weil ja bekanntlich der Mensch gerade bei sehr komplexen Aufgaben extrem sensibel auf akustische Störquellen reagiert. Die Auswirkungen von Lärm schlagen sich sowohl bei der Leistungsfähigkeit, aber auch bei der Krankheitsanfälligkeit der Mitarbeiter sehr schnell nieder wenn keine geeigneten Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Den Lärm in Werkhallen nachhaltige reduzieren

Der von Maschinen ausgestrahlte Lärm breitet sich in der kompletten Werkhalle aus und hat deshalb ohne entsprechende Gegenmaßnahmen unmittelbare Auswirkungen auf alle Personen in dieser Halle und nicht nur auf die Mitarbeiter die direkt an der entsprechenden Maschine arbeiten. Mit Hilfe von Messungen lässt sich schnell heraus finden ob die Maschinen die vorgeschriebenen Messwerte einhalten. Mit Hilfe dieser Messungen wird dann entschieden, ob eine Maschine in einer schallgedämmten oder schalldichten Kabine aufgestellt wird. Sofern die ganze Halle schallabsorbierend ausgestattet ist kann eventuell auch schon ein "akustischer Schirm" oder eine Umbauung mit akustischen Stellwänden um die Mitarbeiter in der Halle ausreichend gegen den maschineneigenen Schall zu schützen.

Arbeiten ohne Gehörschutz
Wichtig ist dabei zu wissen dass man zwischen der Geräuschemission (die akustische Luftabstrahlung von Maschinen) und der Geräuschimmission (die Lärmeinwirkung an einem Ort) unterscheidet. In diesem Zusammenhang gibt es drei Normen die im weiteren Sinne damit in Verbindung stehen und zwar die DIN EN ISO 3740, die DIN EN ISO 9614 Teil 1-3 und die DIN EN ISO 11200.

Ein weiterer wichtiger Faktor in Sachen Lärm in Produktionshallen ist die Unterscheidung zwischen Schalldämmung und Schallabsorption. Bei der Schalldämmung geht es darum zu verhindern dass sich der Schall aus einem Bereich des Raums oder einer kompletten Halle im gesamten Raum oder im gesamten Gebäude ausbreiten kann. Dies kann nur mit Hilfe von baulichen Maßnahmen und dem Einsatz möglichst schalldichter Materialien erfolgen. Dagegen wird bei der Schallabsorption nicht ein Bereich komplett schalldicht abgeschirmt sondern es wird mit Hilfe schon diversen schallschluckenden Materialien die Nachhallzeit gesenkt. Dies bedeutet dass der Schall sich zwar erst einmal im Raum verbreiten kann aber daran gehindert wird durch die diversen schallharten Materialien x-fach im Raum reflektiert zu werden.

Schalldämpfung oder auch Schallabsorption

Durch Verkleiden der Decken und Wände mit schallabsorbierendem Material erhöht sich die Absorptionsfläche in Hallen und senkt dadurch den Schall, dafür eignen sich z.B. spezielle schallabsorbierende Schaumstoffplatten sehr gut. Gerade Noppenschaum oder Pyramidenschaum wie auch Deckensegel oder Wandabsorber sind für diese Anwendung in vielen Fällen sehr gut geeignet. Im unmittelbaren Nahbereich der Mitarbeiter bieten sich dagegen vor allem eine Umbauung mit akustischen Stellwänden an oder man setzt dort in der Nähe diverse andere akustische Objekte wie z.B. Platten, Würfel, Kegel oder auch Pyramiden ein die möglichst nahe bei den Mitarbeitern positioniert werden. Diese haben alle den besonderen Vorteil dass keine großen baulichen Veränderungen erforderlich sind da diese nur an Wand, Decke oder Boden verschraubt werden bzw. teilweise auch nur frei im Raum platziert werden. Entsprechend sind sie sind außerdem beweglich und können dadurch jederzeit neu an fast jedem Platz in der Halle oder in anderen großen Räumen aufgestellt werden.