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Unternehmensprozesse und die Akustik

In der Produktion, aber noch viel mehr im Verwaltungsbereich, wird es in unserer zunehmend vernetzten Welt immer wichtiger dass die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander stimmt und entsprechend störungsfrei möglich ist. Auch wenn immer mehr Prozesse über automatisierte digitale Systeme ablaufen ist es trotzdem wichtiger denn je dass die Mitarbeiter entsprechend möglichst auf kürzestem Wege und ohne negative Einflüsse von außen miteinander kommunizieren können. Einer der wichtigsten negativen Einflussfaktoren ist dabei Lärm bzw. der entsprechend daraus resultierende Nachhall. Deshalb ist es so wichtig die Raumakustik so zu gestalten dass die Kommunikation aller Mitarbeiter in sämtlichen Bereichen des Unternehmens ohne Probleme möglich ist. Denn sowohl in der Produktion wie auch in den Büros, bei denen der Trend zu offenen und großflächigen Strukturen wieder stark zunimmt, ist dieses Thema mit entscheidend für einen reibungslosen Ablauf der Unternehmensprozesse und dadurch für den Unternehmenserfolg insgesamt.

Schalldämmung versus Schalldämpfung bzw. Schallabsorption

Im Hinblick auf die Vermeidung bzw. die Reduzierung von störendem Lärm und der entsprechenden Verbesserung der Akustik von Produktionshallen oder von Räumlichkeiten in der Verwaltung ist es zunächst einmal wichtig eine Analyse der Akustik vorzunehmen um dann die Akustik-Planung darauf aufbauen zu können. Sehr wichtig dabei ist, dass zunächst einmal zwischen Schalldämmung und Schalldämpfung bzw. Schallabsorption unterschieden wird. Gemäß der Definition in der Bauphysik geht es bei der Schalldämmung darum den Lärm mit Hilfe von Baumaßnahmen davon abzuhalten von einem Bereich in den anderen vorzudringen. So kann z.B. der in der Produktion entstehende Lärm durch schalldämmende Wände und sonstige schalldämmende Maßnahmen davon abgehalten werden überhaupt in die angrenzenden Büros zu gelangen um dort für eine bessere Raumakustik zu sorgen. Es geht also hier darum dass der Schall nicht von einem Bereich des Gebäudes bzw. von außen in den zu schützenden Bereich oder von einem Raum in den anderen vordringt.

Bei der eigentlichen Schalldämpfung oder auch Schallabsorption ist es das Ziel den Schall daran zu hindern von einem Raum oder Bereich in einen anderen zu gelangen. Es geht also hier darum den innerhalb der Produktionshalle oder im Büro entstehenden Lärm daran zu hindern, das durch den Nachhalleffekt und die schallharten Flächen verursachte latente Grundrauschen möglichst gar nicht entstehen zu lassen bzw. auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Trennwände und Akustik

Natürlich wird es sehr schwierig eine gute Raumakustik zu gestalten wenn man nur auf eine der beiden Maßnahmen abstellt da die Übergänge der Schalldämmung und der Schallabsorption natürlich fließend sind und das eine mehr oder weniger das andere bedingt. Entsprechend kann man auch die Maßnahmen und Produkte, die für eine gute Raumakustik sinnvoll sind, nicht komplett nur dem einen oder dem anderen Thema zuordnen. Trotzdem gibt es natürlich durchaus Produkte die vorwiegend der Schalldämmung dienen wie z.B. deckenhohe Trennwände die mit Decke und Boden verbunden sind.

Gleichzeitig gibt es natürlich auch Produkte die vorwiegend der Schallabsorption dienen wie z.B. Schallschutz-Vorhänge oder akustische Stellwände.

Trennwand versus Stellwand

Die Unterscheidung der Begrifflichkeiten Trennwand und Stellwand ist noch weniger bekannt als die Unterschiede zwischen Schalldämmung und Schalldämpfung. Im Allgemeinen werden deckenhohe Trennwände eingesetzt um ruhige Bereiche bzw. Räume in einem Gebäudekomplex oder im Großraum zu erschaffen, wenn man sich auf der einen Seite die Flexibilität des großen Raums ohne feste Wände erhalten will aber gleichzeitig schallgedämmte Bereiche benötigt. Sehr häufig werden in Open-Space-Büros bzw. in Großraum-Büros z.B. Besprechungsräume oder Räumlichkeiten für konzentriertes Arbeiten mit Hilfe von deckenhohen Trennwänden geschaffen. Auch im Produktionsbereich werden für Verwaltungsarbeiten mit Hilfe solcher Trennwände sogenannte Produktionsbüros vom Lärm der Produktion abgeschottet. Teilweise verwendet man dafür auch Raum-in-Raum-Systeme oder komplette Büro-Container.

Die nicht deckenhohen frei im Raum stehenden Stellwände dagegen haben meistens entweder eine reine Raumgliederungs- bzw. Sichtschutzfunktion oder/und eine schallabsorbierende bzw. schalldämpfende Funktion. Natürlich haben auch Stellwände einen gewissen schalldämmenden Effekt dessen Stärke vom jeweiligen Stellwandsystem abhängig ist. Aber wenn der Fokus auf der Schalldämmung liegt wird man sicherlich nur in sehr beschränktem Rahmen und ergänzend Stellwände verwenden und sicherlich vor allem auf deckenhohe Trennwände fokussieren.

Planung und Montage deckenhoher Trennwänd und frei stehender Stellwände

Auch bei der Planung und der Installation dieser beiden Produkte sind immense Unterschiede zu beachten. So kann man im Normalfall die allermeisten frei im Raum stehenden Stellwände mit Hilfe von per eMail gesendeten Bildern und einem Grundriss des jeweiligen Raums auf digitalem Weg ohne Vor-Ort-Termin sehr gut und erfolgreich in ein büroplanerisches und akustisches Konzept integrieren. Auch der Aufbau von derartigen Stellwänden ist üblicherweise sehr einfach und erfordert kaum handwerkliches Know-How so dass man die Möglichkeit hat sich die Montagekosten, wenn denn gewünscht, zu sparen und den Aufbau selbst zu erledigen.

Bei einer deckenhohen Trennwand, egal ob aus Metall, Glas, Holz bzw. MDF, stoffbezogen oder aus einem sonstigen Spezialwerkstoff, wird es nicht möglich sein ohne eine Planung mit Vor-Ort-Termin auszukommen. Auch für die Montage solch einer mit Boden und Decke verbundenen Trennwand ist es dringend erforderlich die mit der Planung beauftragte Firma zu betrauen.