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Ergonomie gewinnt immer mehr an Bedeutung

Im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten wird heutzutage einem Arbeitsplatz und dessen Ausstattung eine hohe Bedeutung zugemessen. Nur wenn sich ein Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz wohlf├╝hlt, ist er auch in der Lage gute Leistungen f├╝r sein Unternehmen zu erzielen. Falsch eingerichtete Arbeitspl├Ątze, zum Beispiel zu niedrige St├╝hle, nicht verstellbare oder falsch eingestellte Tische sowie eine ung├╝nstige Beleuchtung sind oft ausschlaggebende Faktoren f├╝r schlechte Arbeitsleistungen. Ein Mitarbeiter der auf Dauer solchen belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt ist wird fr├╝her oder sp├Ąter mit gesundheitlichen Problemen zu tun bekommen. F├╝r den Arbeitgeber hat das die Folge, dass bei der Belegschaft die Krankheitstage steigen und bei einigen Mitarbeitern eventuell auch l├Ąngere Ausfallzeiten anfallen oder der eine oder andere Mitarbeiter aufgrund der Arbeitsbedingungen das Unternehmen verl├Ąsst. Dies hat nat├╝rlich wiederum Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsf├Ąhigkeit eines Unternehmen. Dass dies begr├╝ndete Sorgen sind zeigen die j├Ąhrlichen Statistiken ├╝ber Unf├Ąlle und Berufskrankheiten der Berufsgenossenschaften. So leiden zum Beispiel rund ein Drittel aller Mitarbeiter in Verwaltungsberufen an R├╝ckenschmerzen.

Ergonomie und Arbeitsschutzgesetz

Daher ist jedes Unternehmen schon im allereigensten Interesse gefordert entsprechend ausgestattete Arbeitspl├Ątze einzurichten. Untermauert wird diese Forderung zus├Ątzlich durch die Arbeitsschutzgesetzgebung in Form vom §3 ArbSchG (Grundpflichten des Arbeitgebers) sowie §5 ArbSchG (Beurteilung der Arbeitsbedingungen), was f├╝r ein jedes Unternehmen in Deutschland gilt. In der Arbeitsschutzgesetzgebung wird detailliert vorgegeben, wie ein Arbeitsplatz zum Schutz der Mitarbeiter auszusehen hat. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Ergonomie. Arbeitet zum Beispiel ein Mitarbeiter an einem Computer, so m├╝ssen hinsichtlich der Ausrichtung und Helligkeit vom Monitor oder der Monitorabstand die Vorgaben der Bildschirmarbeitsverordnung (kurz BildscharbV) eingehalten werden. Aber auch hinsichtlich der Tastatur oder einem Verbot von Laptops ohne externe Tastatur geben die entsprechenden Verordnungen aus der Arbeitsschutzgesetzgebung Auskunft. Alleine mit der richtigen Auswahl und Anordnung der Arbeitsmittel ist es aber nicht getan. Auch der Arbeitsplatz selbst muss hinsichtlich des Raumklimas, der Helligkeit und der Akustik entsprechende Anforderungen erf├╝llen, die der Gesetzgeber aufgestellt hat. Außerdem sind nat├╝rlich auch die Arbeitsprozesse entsprechend ergonomisch zu gestalten.

Werden unsere Arbeitspl├Ątze diesen ergonomischen Kriterien gerecht?

Wer sich als Unternehmer oder als Mitarbeiter die Frage stellt, ob die vorhandenen Arbeitspl├Ątze den Anforderungen aus dem Arbeitsschutzgesetz entsprechen, kann dies ermitteln lassen. Entsprechend dazu qualifiziert ist die Fachkraft f├╝r Arbeitssicherheit oder zum Beispiel der Sicherheitsbeauftragte eines Unternehmens. In dessen Aufgabengebiet liegt es auch im Auftrag eines Unternehmens, Arbeitspl├Ątze richtig einzurichten, die Mitarbeiter zu unterweisen sowie stetig die Arbeitspl├Ątze auf M├Ąngel hin zu pr├╝fen.